22. Mai 2026

CSK 2.0: Ein neuer Kooperationsvertrag für die Christliche Schule Kandern

Die Christliche Schule Kandern wurde 2009 gegründet und ist seither stark nachgefragt. Kinder aus deutschen und internationalen Familien lernen hier von der ersten Klasse an gemeinsam – auf Deutsch und auf Englisch. Was die Schule trägt, ist eine Kooperation zwischen der Black Forest Academy (BFA) und dem Freie Evangelische Schulen e.V. (FES). Diese Kooperation hat einen neuen vertraglichen Rahmen bekommen.

Die CSK ist bei Familien aus der Region sehr beliebt, die Anmeldezahlen sind konstant hoch. Das Konzept überzeugt: zwei Sprachen, eine Gemeinschaft, ein christliches Fundament. Genau deshalb war es wichtig, dass die strukturelle Grundlage dieser Schule mit ihr mitwächst.

Der Anlass für den neuen Vertrag war konkret: Die bisherigen Rahmenbedingungen machen es schwer, sämtlichen Anforderungen des Bildungsplans gerecht zu werden, und im Ganztagsbetrieb war die Belastung für die deutschen Lehrkräfte zu hoch. In einem gemeinsamen Prozess mit dem Team wurden die Themen klar benannt und gute Lösungen gefunden.

Was der neue Vertrag verändert

Der Stundenplan ist harmonisiert. Das klingt technisch, hat aber direkte Auswirkungen auf den Alltag: Deutsche und englischsprachige Lehrkräfte planen auf einer gemeinsamen Grundlage, haben feste Zeiten für Teammeetings und können enger zusammenarbeiten.

Inhaltlich ist jetzt klar geregelt, in welcher Sprache was unterrichtet wird. Mathematik und Deutsch werden für alle Kinder auf Deutsch unterrichtet – für die englischsprachigen Kinder je nach Sprachstand in differenzierten Gruppen. In allen anderen Fächern ist mehrsprachiger Unterricht möglich, und er wird gelebt. Diese Regelung gibt beiden Seiten Sicherheit: den deutschen Kindern, die sich in ihrer Sprache sicher sein können, und den internationalen Kindern, die Deutsch in einem natürlichen, nicht überfordernden Rahmen erwerben.

Auch die Ferienzeiten sind angepasst: Sie orientieren sich am Schulkalender Baden-Württemberg. Amerikanische Familien können im Sommer dennoch früher in die Heimat reisen – ein Detail, das zeigt, wie der Vertrag entstanden ist: mit Blick auf die Menschen, die die Schule ausmachen.

Warum bilinguales Lernen so viel mehr ist als Sprachunterricht

Kinder, die von klein auf in zwei Sprachen lernen, entwickeln mehr als Vokabular. Sie lernen, zwischen Perspektiven zu wechseln – ein kognitiver Muskel, der sich auf viele Bereiche auswirkt. Wer Begriffe in zwei Sprachen kennt, versteht, dass Realität beschreibbar, verhandelbar, vielschichtig ist.

An der CSK kommt dazu, was kein Lehrplan verordnen kann: das echte Miteinander. Wenn ein Kind aus Oregon und eines aus Kandern gemeinsam eine Aufgabe lösen, passiert mehr als Spracherwerb. Es entsteht die Erfahrung, dass die Welt größer ist als der eigene Horizont – und dass man in ihr trotzdem seinen Platz hat. Diese Erfahrung ist prägend. Sie macht Kinder beweglicher, neugieriger, weltoffener.

Entstanden im Team

Der Prozess, der zu diesem Vertrag geführt hat, war ein gemeinsamer. Maßgeblich daran beteiligt waren Kristie Schliep vom Board der BFA und Salome Kühlein, Leiterin der FES-Akademie. Beide betonen, was den Prozess getragen hat: das außergewöhnliche Engagement des gesamten Teams. Die Bereitschaft, ehrlich hinzuschauen, gemeinsam zu ringen und schließlich etwas Besseres zu gestalten – das sei, so Schliep und Kühlein, nur möglich gewesen, weil alle Beteiligten das Konzept wirklich leben. Die große Liebe zu dem, wofür die CSK steht – "Two languages, one heart" – war in jeder Phase des Prozesses spürbar.

Ende März wurden alle Eltern an einem gemeinsamen Abend informiert.

Neue Schulleitung ab dem kommenden Schuljahr

Parallel zur Überarbeitung des Kooperationsvertrags hat die CSK auch bei der Schulleitung Weichen für die Zukunft gestellt. Nachdem in diesem Schuljahr Nathanael Pantli, Leiter der FES-Grundschule in Lörrach, die Leitung kommissarisch übernommen hatte, steht mit Christina Müller nun die neue Schulleiterin fest. Heute wurde sie der Schulgemeinschaft vorgestellt. Gleichzeitig wurde bei einer besonderen Porchtime die neue Beschilderung präsentiert.
Christina Müller ist an der CSK bereits gut bekannt, seit einem Jahr als Konrektorin an der CSK aktiv wird sie die Schulleitung ab dem neuen Schuljahr offiziell übernehmen. Von Seiten der BFA bleibt Monique Koene Co-Leiterin. Wir wünschen dem neuen Leitungsteam Gottes Segen für seine Aufgaben.

Claudia Schäfer
Abteilungsleiterin Kommunikation